Cattree, Wolfpaw und Moosewood begründen britische Tradition am Mannlich

Hogwarts hat Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Unsere Partnerschule Noadswood in Southampton hat Anderwood, Deerleap, Knightwood und Wilverley. Und seit diesem Schuljahr hat das Mannlich-Gymnasium Cattree, Wolfpaw und Moosewood.

DMaskottchen 5cie an britischen Schulen übliche Einteilung der Schülerinnen und Schüler in „Häuser“ hat uns als Gymnasium mit dem Schwerpunkt Englisch auf die Idee gebracht, das Modell teilweise – zumindest in der Eingangsstufe – zu übernehmen. So begründet die diesjährige 5a das Haus „Cattree“, die 5b „Wolfpaw“ und die 5c „Moosewood“. Jedes Haus hat auch sein Maskottchen, das von den Zehntklässerinnen Valerie Adam und Vanessa Jacobs Maskottchen 5bentworfen wurde. Aber während es an der Noadswood School ein teures Computerprogramm gibt, das die Erfolge (und Misserfolge) der einzelnen Schülerinnen und Schüler addiert und die Ergebnisse online anzeigt, ist das Haussystem am Mannlich-Gymnasium etwas bescheidener aufgestellt. Jede Woche werden die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassen über den Punktestand ihres Hauses informiert, und alle hoffen natürlich, dass sie am Ende des Schuljahres den „House-Cup“ gewinnen werden.

Maskottchen 5aDoch wie kann man Punkte gewinnen – oder auch verlieren? Hier zeigt sich, dass das Haussystem kein Selbstzweck ist, sondern versucht, die Schülerinnen und Schüler spielerisch zu Ordentlichkeit, Pflichtbewusstsein, Teamgeist und Engagement zu motivieren. Wer den Klassenraum gereinigt hinterlässt, erhält Punkte. Wer sich außerhalb des Unterrichts noch in Arbeitsgemeinschaften engagiert, erhält Punkte. Wer dagegen eklatant gegen Regeln verstößt, verliert Punkte. Im Gegensatz zu britischen Schulen spielen bei unserem „House-Cup“ schulische Leistungen keine Rolle, um hier unnötigen Druck von den Schülerinnen und Schülern zu nehmen. Es geht eher um die Förderung des schulischen Zusammenlebens.

Letztendlich soll das Haussystem aber auch die Identifizierung mit der eigenen Klasse und auch mit der Schule (die sog. Corporate Identity) stärken. Denn nur wenn alle zusammenarbeiten, kann man den House-Cup gewinnen …

Autoren-Lesung zum Welt-Aids-Tag 2017

oder wie man einer ernsten Situation mit Humor begegnen kann

Seit 1990 wird jährlich am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen, und immer noch herrscht viel Unsicherheit über die Immunschwächekrankheit HIV/Aids in der Bevölkerung. Deshalb sind frühzeitige Aufklärung und Prävention nach wie vor wichtig, und am besten geschieht das in Schulen. Besonders nachhaltig wirken die Informationen, wenn man sie quasi aus erster Hand erhält. Zu diesem Zweck hat das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises für seine diesjährige Präventionsveranstaltung, die am 1. Dezember im Mannlich-Gymnasium stattfindet, den seit 25 Jahren in Berlin lebenden Autor und Kommunikationswirt Matthias Gerschwitz eingeladen. Gerschwitz, der bereits zum zweiten Mal in Homburg aufttritt, ist seit über 20 Jahren HIV-positiv. 1994, als er das niederschmetternde Testergebnis erhielt, kam dies noch einem Todesurteil gleich. Doch dank moderner Medizin hat er bis jetzt überleben können. Und mehr noch: 2009 veröffentlichte er ein Buch mit dem ironischen Titel “Endlich mal was Positives“ über sein Leben mit HIV. Das Buch kam 2011 in die Vorauswahl für den Medienpreis der Deutschen Aids Stiftung und ist inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt worden. Inzwischen liegt auch ein zweiter Band von Gerschwitz vor, der ebenso lesenswert ist.

Der Einblick in sein Leben, der ebenso schonungslos wie Mut machend ist, widmet sich auch den unbequemen Themen wie Diskriminierung und Kriminalisierung im Zusammenhang mit Aids. Die seit Mitte der neunziger Jahre verfügbare Therapie hat inzwischen dafür gesorgt, dass mittlerweile ca. 70 % der HIV-positiven Menschen in Deutschland ein fast normales Leben führen können. Und das ist wirklich „Endlich mal was Positives“.
Die Lesung mit Matthias Gerschwitz findet am Mittwoch, den 6. Dezember, in der Aula des Mannlich-Gymnasiums statt. Verschiedene Klassen sind eingeladen, daran teilzunehmen. Das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises wird ebenfalls vor Ort vertreten sein. Außerdem werden spezielle Teddybären angeboten, mit deren Erwerb man die saarländische Aids-Stiftung unterstützen kann.

Alle Jahre wieder…

 …gelebte deutsch-französische Freundschaft beim Schuman-Austausch am Mannlich-Gymnasium

„Die Säle sind so groß – besonders der Musiksaal“, so beschrieb eine der fünf Teilnehmerinnen am Schuman-Austausch 2017 ihre ersten Eindrücke „ihrer“ neuen deutschen Schule.

Gemäß der liebgewonnenen Tradition wurden die Schülerinnen aus Lothringen bei Brezeln und mit dem berühmten UNESCO-Bleistift der UNESCO-Projekt-Schulen in der Mediathek vom Schulleiter begrüßt. Fremd waren die Partnerinnen einander schon nicht mehr, denn die Mannlich-Schülerinnen der Klassen 8 und 9 hatten bereits vierzehn Tage vor und in den Herbstferien bei ihren Correspondantes verbracht.

Die deutschen Familien nahmen ihre „Töchter auf Zeit“ sofort herzlich auf, sei es bei Ausflügen z.B. nach Trier, in die Eisdisco, im ganz normalen Alltag und beim gemeinsamen Kochen und Backen – auch saarländische Weihnachtsplätzchen machten sich mit auf den Rückweg ins Nachbarland.
Im Unterricht stellten die Gastschülerinnen einige Unterschiede fest: in Englisch sind wir noch nicht so weit, hieß es da. Aber dafür halfen die Schülerinnen im Französischunterricht als Trainer mit.

Beim inzwischen ebenfalls traditionellen Kegelabend und dem gemeinsamen Abendessen mit kleinen Schultüten zum Dessert war viel deutsch-französisches Lachen zu hören. Den offiziellen Abschluss bildete ein gemeinsamer Besuch des Homburger Wahrzeichens in den Schlossberghöhlen – und zur Überraschung der deutschen wie der französischen Schülerinnen fand die Führung in französischer Sprache statt: man sieht, französisch ist im Saarland einfach (fast) selbstverständlich.

Ein bisschen schwer fiel der Abschied nach der Vergabe der Zertifikate dann doch, denn wie die Austausch-Koordinatorin Uta Elisabeth Neumüller feststellte, „war es auch 2017 wieder ein rundum angenehmer Besuch“.

BIOTechnikum – Forschungs-Truck am CvM

Forschungs-Truck am Christian von Mannlich-Gymnasium: Das mobile BIOTechnikum lädt Schüler zum Experimentieren ein.

Von Mittwoch, den 22. November, bis Freitag, den 24. November 2017, wird der Wissenschafts-Truck der Initiative „BIO Technikum: Erlebnis Forschung – Gesundheit, Ernährung, Umwelt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu Gast auf dem Schulhof des Mannlich-Gymnasiums sein.

Schülerinnen und Schüler, die wissen wollen, was genau die Biotechnologie überhaupt ist, wie in einem Labor gearbeitet wird und in welchen Branchen der Biotechnologie sich gute Karrierechancen bieten, können sich in diesem Zeitraum umfassend zu diesen Themen informieren.
Unter dem Motto „Erlebnis Forschung“ eröffnet der auffällige Biotechnik-Truck auf zwei Ebenen leicht verständliche Einblicke in die Biotechnologie. Im mobilen Ausstellungs- und Experimentierraum arbeiten unsere Schulklassen mit Zentrifugen, Pipetten und anderen professionellen Geräten der Biotechnologie. Erste Laborluft schnuppern können unsere jüngeren Schülerinnen und Schüler im „Kleinen Käselabor“, wenn sie aus Milch, Salz und einem Enzym selbst Käse herstellen. Um unsere DNA – den sogenannten „Faden des Lebens“ – geht es in zwei weiteren Praktika für unsere älteren Schülerinnen und Schüler: Während die einen lernen, wie man Erbgut aus Bakterien extrahiert, erstellen die anderen ihren eigenen genetischen Fingerabdruck, indem sie DNA aus ihrer Mundschleimhaut isolieren. Als Lebensmittelanalytiker gehen die Nachwuchs-Forscher der Frage nach, wie viel Vitamine und Zucker wirklich in ihren Lieblingsgetränken stecken. Im Anschluss diskutieren die Teilnehmer im „BIOTalk“ mit den projektbegleitenden Wissenschaftlern über das Thema gesunde Ernährung.
Für all diejenigen, die bei den Klassen-Praktika nicht mit von der Partie sein können, bietet der Bio-Truck einen Besuch der „Offenen Tür“ in das Ausstellungsfahrzeug an:

Wann? Donnerstag, 23. November von 15.45 Uhr bis 17.30 Uhr
Wo? Sporthof des Mannlich-Gymnasiums

Nachwuchsforscher und alle Interessierten, egal ob Schüler oder Erwachsene, sind herzlich dazu eingeladen, sich in diesem Zeitraum die professionelle Ausstattung des Forschungstrucks anzusehen. Die Diplom-Biologen Dr. Judith Flurer und Dr. Tim Fechner informieren die Besucher über die Ausstellung und stellen sich den Fragen der interessierten Gäste.

Entdecken, Staunen und Verstehen auf mehr als 100 Quadratmetern
Die mobile Erlebniswelt BIOTechnikum zeigt lehrreiche Einblicke in die Biotechnologie und ihre verwandten Disziplinen. Dabei wird auf zentrale Fragen der Gegenwart und Zukunft eingegangen: Wie können Lebensmittel unsere Gesundheit positiv beeinflussen? Welche Perspektiven stecken in der wirtschaftlichen Nutzung biologischer Rohstoffe? Auch die Erforschung von Volkskrankheiten, Innovationen im Bereich der Medizintechnik sowie die Sicherung weltweiter Nahrungssicherheit durch nachhaltige Agrarproduktionen werden in der Ausstellung angesprochen. Und mit dem Multimedia-Lernspiel „Bodymover“ geht es auf eine spannende Reise durch menschliche und pflanzliche Organismen, bei der Besucher sich mittels Gestensteuerung durch Körperzellen bewegen und deren Bestandteile kennenlernen können. Wer sein Wissen auf den Prüfstand stellen will, dem bietet sich bei einem abschließenden Quiz eine gute Gelegenheit dazu.
Mit der Stationierung des BIO-Trucks am Mannlich-Gymnasium ist es unserer Schule geglückt, Schülerinnen und Schülern eine in besonderem Maße gelungene Kombination aus biologischer Theorie und Praxis zur Verfügung zu stellen.

 Bildquelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

mannlich.mag 8 ist da!

Die achte Ausgabe unseres Schulmagazins ist ab sofort verfügbar. Zu erhalten ist das Magazin ab Montag, 20.11.2017, über die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer oder im Sekretariat zum Preis von 5 Euro.
Das farbig gestaltete Magazin bietet auf 60 Seiten wieder vielfältige Einblicke in unseren Schulalltag und es widmet sich auch vielen nicht so alltäglichen Themen im Zusammenhang mit unserer Schule. So berichten ehemalige Schüler, wie es ihnen in der Zeit nach dem Abitur ergangen ist, Lehrer teilen ein Stück Privates mit uns, Programme und Austausche sind ausführlich dokumentiert und kleine Anekdoten rund ums Mannlich werden erzählt. Es lohnt sich also allemal, das Magazin zu lesen und die Schulgemeinschaft durch den Kauf zu unterstützen.


MM8

Mordfall Ötzi

Viele Fragen und viele Antworten

Am Dienstag, den 24. Oktober 2017, hatten wir das große Glück, Gudrun Sulzenbacher bei uns an der Schule begrüßen zu dürfen. 2000 veröffentlichte die Autorin erstmals  ihr Sachbuch „Die Gletschermumie – Mit Ötzi auf Entdeckungsreise durch die Jungsteinzeit“, das mittlerweile ein Topseller geworden ist. 2015 wurde das Buch neubearbeitet und auch jetzt ist Frau Sulzenbacher gerade dabei, die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihr Buch einzuarbeiten. Während ihres Vortrags konnten die Fünftklässler eine Menge über das Ötztal, die Jungsteinstein und vor allem über die Gletschermumie erfahren. Viele Fragen beschäftigten die interessierten Schüler: Wie wurde Ötzi ermordet? Was hatte er bei sich? Warum ist er so gut erhalten? Wer hat ihn gefunden?

Geduldig nahm sich Frau Sulzenbacher viel Zeit, um diesen Wissensdrang zu stillen und berichtete von Begegnungen mit Ärzten, Forschern und Archäologen.

Damit nicht nur die Fünfer von dieser besonderen Begegnung profitieren, hier ein paar Fragen, die jeder für sich beantworten kann. Am Ende sind natürlich die Antworten zu finden.

1. Wann wurde die Mumie entdeckt?

  1. am 18.8.1881
  2. am 19.9.1991
  3. am 20.10.2010

2. Vor wie vielen Jahren lebte Ötzi ungefähr?

  1. Vor etwa 7000 Jahren
  2. Vor etwa 5000 Jahren
  3. Vor etwa 2000 Jahren

3. Wie alt war Ötzi ungefähr, als er ermordet wurde?

  1. 46
  2. 66
  3. 80

4. Welche erstaunliche Entdeckung machte man, als man Ötzis Haut genauer untersuchte?

  1. Ungefähr 60 Tattoos am Rücken, den Waden und den Sprunggelenken.
  2. Etwa 40 Piercings an der Lippe, der Nase und den Augenbrauen.
  3. Alle Finger- und Fußnägel waren bemalt.

5. Ötzi wurde aller Wahrscheinlichkeit nach ermordet, denn man entdeckte in der Mumie

  1. einen Dolch.
  2. ein tödliches Gift.
  3. eine Pfeilspitze.

6. Die Gletschermumie liegt heute im Museum in

  1. München (bayerische Landeshauptstadt)
  2. Bozen (Hauptstadt Südtirols)
  3. Wien (Hauptstadt Österreichs)

Tipp: Wer noch mehr über Ötzi und die Jungsteinzeit erfahren möchte, kann sich gerne das Buch in unserer Schulmedi@thek ausleihen.

Lösungen: 1b, 2b, 3a, 4a, 5c, 6b

 

 

Janina Hüther-Georgi

 

TRAFO-Projekt

Wir sind dabei!

 Unsere Seminarfächer „Leseförderung“ und „Geschichte im Saarpfalzkreis“ unterstützen als Kooperationspartner das TRAFO-Projekt der Stadtbibliothek Homburg

Seit 2016 werden im TRAFO-Projekt „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ – einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes – Projekte gefördert, die modellhaft aufzeigen, wie eine weitere lebendige Kulturlandschaft im Landkreis in Zukunft aussehen kann. Es sollen durch innovative Inhalte und vielfältige Kooperationen neue, die Bedürfnisse der Besucher- und Nutzerkreise berücksichtigende Angebote geschaffen werden.

Kürzlich wurden im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Transformationsbüros von „Kultur+ im Saarpfalz- Kreis“ von Barbara Wackernagel-Jacobs, der Vorsitzenden des Beirats, die zehn ausgewählten Kooperationsprojekte der zweiten Förderrunde bekannt gegeben. Auch das vom Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) mitkonzipierte Projekt „Digitale Schnitzeljagden durch Stadtbibliothek und Römermuseum“  wurde in die Förderung aufgenommen.

Auf der Grundlage der Zusammenarbeit im vom LPM initiierten „Netzwerk Lesekompetenz Homburg“ und den Erfahrungen im Willkommensprojekt für syrische und deutsche Kinder wurde ein Konzept entwickelt und eingereicht, das alle Vorgaben von TRAFO erfüllt und somit vom Beirat als förderwürdig eingestuft wurde.

Gleich fünf Kooperationspartner – neben dem LPM die Stadtbibliothek Homburg, das Römermuseum Schwarzenacker, das Christian von Mannlich-Gymnasium und die Grundschule Sonnenfeld – arbeiten ein Jahr lang gemeinsam. Ziel des Projektes ist es, digitale Schnitzeljagden durch die Stadtbibliothek und das Römermuseum zu entwickeln. Diese Aufgabe übernehmen Oberstufenschüler/innen der Seminarfächer „Leseförderung“ und „Geschichte im Saarpfalzkreis“ des Mannlich-Gymnasiums unter Anleitung einer Medienpädagogin. Hierbei berücksichtigen sie die Bedürfnisse unterschiedlicher Besucher – Kindergartenkinder, Grundschüler/innen, Unterstufenschüler/innen, Oberstufenschüler/innen, Geflüchtete und Senioren. Nach Prüfung durch die Experten der Bibliothek und des Römermuseums werden die entstandenen Bounds (digitale Schnitzeljagden) allen Besucher/inne/n der beiden kulturellen Einrichtungen zur Verfügung stehen.

Vor den Herbstferien trafen sich die Initiatorinnen des Projektes zu einem ersten Planungsgespräch im Christian von Mannlich-Gymnasium:

Foto Auftakt

vlnr: Janina Hüther-Georgi, Eva Schneider (beide Christian von Mannlich-Gymnasium), Karolina Engel (Landesinstitut für Pädagogik und Medien), Andrea Sailer (Stadtbibliothek Homburg) und Sabine Emser (Römermuseum Schwarzenacker)

Urkunde

 

Autorenlesung

SulzenbacherAm Dienstag, den 24. Oktober 2017, treffen die Fünftklässler des Christian von Mannlich-Gymnasiums die Autorin Gudrun Sulzenbacher aus Südtirol. Bei dieser Autorenbegegnung stellt Sulzenbacher ihr Sachbuch “Die Gletschermumie- Mit Ötzi auf Entdeckungsreise durch die Jungsteinzeit” vor, in dem erklärt wird, wie die Gletschermumie gefunden, geborgen und untersucht wurde. Außerdem werden viele interessante Fragen beantwortet: Warum wurde Ötzi ermordet? Warum floh er ins Gebirge? Warum blieb er 5000 Jahre unversehrt?
Da die Autorin die Entstehung ihres Bildsachbuchs von Anfang an dokumentiert hat, zeigt sie auch anhand ausgewählter Fotos, was im Laufe der Arbeit alles passiert ist. Am Ende des Vortrags wissen die Schüler bestimmt eine ganze Menge über Ötzi, die Jungsteinzeit und übers Büchermachen.

 

Abiturfeier 2017

„Alle haben bestanden“ – mit diesen Worten der Erleichterung endeten am 13. Juni 2017 die mündlichen Prüfungen an unserer Schule. Als der Schulleiter Herr Peters diese Nachricht am Nachmittag des gleichen Tages verkünden konnte, war der Jubel riesengroß. Gefeiert wurde natürlich privat, aber noch stand die offizielle Feier mit Zeugnisausgabe bevor. Diese erfolgte am Abend des 27. Juni in der festlich vorbereiteten Aula. Nach (mindestens) acht langen  Schuljahren erhielten alle Schülerinnen und Schüler von ihren Tutoren das Reifezeugnis ausgehändigt. Aber bevor es so weit war, wurden den Abiturientinnen und Abiturienten noch manche gute Ratschläge auf den Weg mitgegeben. Nachdem Herr Peters alle Gäste begrüßt hatte, legte er den jungen Erwachsenen den Rat ans Herz, genau zu überprüfen, was man ihnen an Gedankengut vorsetzen wird, selbstständig zu entscheiden und sein Gewissen zu überprüfen. Alles Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie in ihrer Zeit am Mannlich-Gymnasium gelernt hätten. Es gelte nur, diese Fähigkeiten auch anzuwenden. Auch Niklas Müller betonte diesen Aspekt der Reife in seinen Ausführungen an die Mitschüler: Zwar könne er noch nicht eine Steuererklärung ausfüllen, habe aber den Eindruck, durch die Schule gut genug auch auf eine solche Herausforderung vorbereitet worden zu sein. Zwischen den Reden unterhielten Philip Höbler  und Jan Zielinski das Publikum mit anspruchsvollen musikalischen Beiträgen, wofür das begeisterte Publikum entsprechenden Applaus spendete.

Nach einer kleinen Pause wurde die Abiturfeier fortgesetzt mit einer besonderen Begrüßung: Kristen Macklin von der Godwin-Highschool in Henrico County, Virgina, USA, gratulierte den Schülerinnen und Schülern und nutzte die Gelegenheit, sich nochmals herzlich für die freundschaftliche Aufnahme der amerikanischen Gastschüler zu bedanken. Die Teilnahme der Gastschüler an der Abiturfeier sei ein ganz besonderer Höhepunkt des Austausches, so Macklin, und werde wohl noch lange im Gedächtnis der Schüler bleiben. Anschließend  bewegte sich die Veranstaltung auf ihren eigentlichen Höhepunkt zu: die Ausgabe der Reifezeugnisse an alle 57 Schülerinnen und Schüler. Herr Peters überreichte mithilfe der Tutoren Frau Bergau, Herr Klinck und Frau Törner den Schülerinnen und Schülern ein letztes Mal ein Zeugnis: das langersehnte Dokument der Allgemeinen Hochschulreife.

Im Anschluss wandte sich Herr Thielen vom Förderverein an die Anwesenden und zeichnete bei dieser Gelegenheit besonders engagierte Elternarbeit aus. Den Abiturienten legte er ans Herz, ihre Alma Mater trotz des Abschiedes nicht zu schnell aus den Augen zu verlieren, bevor es endlich an die lang erwartete Preisverleihung ging. Während die Noten des Abiturzeugnisses längst bekannt waren – die Namen der Preisträger waren es nicht. Aber bevor es so weit war, wurden zuerst noch die Latinums-Zertifikate sowie die Bilingual-Zertifikate überreicht. Erst dann konnte Herr Thielen in Namen des Schulvereins folgende Schüler, die eine Durchschnittsnote „Eins Komma“ haben, mit einem Preis auszeichnen: Niklas Müller, Jana Zielinski, Sophia Merloni, Lauri Hoffmann, Philip Höbler, Tim Bauer, Lena Oberkircher, Jennifer Klein, Florian Wisser, Fabian Figlak, Laura Oest.

Der Sonderpreis für die beste Gesamtleistung ging an Niklas Müller, Lauri Hoffmann erhielt den traditionellen Scheffelpreis (Deutsch), der Preis für Mathematik der Universität des Saarlandes ging ebenfalls an Niklas Müller. Florian Wisser konnte den Preis in Informatik entgegennehmen und Lena Oberkircher den Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Ausgezeichnet wurde Niklas Müller auch mit dem Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und Fabian Figlak freute sich über den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Und Sophia Merloni strahlte über die Auszeichnung mit dem Karl-von-Frisch-Preis im Fachbereich Biologie.

Auch die Kreissparkasse reihte sich in den Kreis der Gratulanten ein und zeichnete Antonia Schmitt sowie Philip Höbler für ihr besonderes soziales Engagement aus. Dem schloss sich der Schulleiter Herr Peters an und überreichte im Namen der Schule an Jaqueline Alexander, Fabian Figlak und Niklas Müller den Mannlich-Sozialpreis, nicht ohne sich den Hinweis zu erlauben, dass es noch einige weitere Schülerinnen und Schüler gebe, die einen solchen Preis verdient hätten. Dabei betonte er, dass sich gerade dieser Jahrgang durch ein außergewöhnliches Maß an sozialem Einsatz ausgezeichnet habe.

Weitere Preise gingen an Florian Wisser für seine Leistungen im Fach Englisch und an Tim Bauer für seine Leistungen im bilingualen Bereich. Schließlich wurden noch die Kandidaten verkündet, die für die Studienstiftung des Deutschen Volkes (Niklas Müller, Jana Zielinski) und für die Glemser-Stiftung (Niklas Müller, Jana Zielinski) vorgeschlagen wurden. Am Ende gab es einen Gesamtapplaus mit Gruppenphoto, bevor die Abiturienten auseinanderstrebten, um sich auf den nächsten und letzten Höhepunkt vorzubereiten: den Abiball am Freitag, den 30. Juni 2017.

 

 

„So muss Unterricht aussehen!“

Mit dem Querdenker-Programm bietet das Christian von Mannlich-Gymnasium ein besonderes Unterrichtskonzept an, das als Modell ab dem neuen Schuljahr im Rahmen der bundesweiten Initiative für leistungsstarke Schüler gefördert werden wird. Eingebettet sind die „Querdenker“ in die Angebote der saarländischen Koordinierungsstelle für Hochbegabung IQ XXL.

Über 40 Querdenker von der sechsten bis zur zehnten Klasse hatten sich im Laufe der beiden Schulhalbjahre aus verschiedenen Perspektiven mit den Themen „Handy“ und „Ozeane“ befasst. Bei der gemeinsamen Abschlusspräsentation beider Semester in der Aula der Homburger UNESCO-Projektschule präsentierten sie vergangenen Samstag ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit.

q2Das zusätzliche Förderangebot „Querdenker“ setzt auf eine fächer- und jahrgangsübergreifende Verknüpfung von Information, Sensibilisierung für Probleme und Erkennen von Lösungsoptionen. Weil die Querdenker wöchentlich für drei Stunden parallel zum Regelunterricht arbeiten, werden Schüler ausgewählt, die mit dieser Doppelbelastung zurechtkommen und die motiviert sind, eigene Ideen umzusetzen.
Mit ihren Betreuern Ulrike Bossung, Johannes Schmitt und Jan Weißler nimmt sich die Gruppe die Zeit, genau hinzusehen, über viele Monate möglichst viele Facetten der Themen zu hinterfragen.
Das Konzept ist ein bewusster Gegenentwurf zum Trend der Schnelllebigkeit. Stattdessen stehen Kreativität, selbstständige Motivation und Interesse an Details im Mittelpunkt. Ziel ist es, Zusammenhänge zu erkennen und selbst wirksam zu werden.

Ganz im Sinne dieser Zusammenhänge begann die Veranstaltung mit einer Online-Umfrage unter den Gästen zu Folgen des Klimawandels für die Ozeane. Dr. Liselotte Diester-Haass, Professorin für Geographie an der Universität des Saarlandes, führte dem Publikum auf Basis der Ergebnisse dieser Umfrage in einem Impulsvortrag eindrucksvoll die Wirkungen der Erderwärmung auf die Ozeane und mittelbar auf unsere Zukunft vor. Ihr eindringlicher Appell: „Querdenker müssen einsteigen in die Forschung, um diesen Trend noch aufzuhalten.“

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„Sie alle haben Blut an ihren Händen“ rief Moderator Rouven Hahn dem verdutzten Publikum entgegen, das er zu Beginn eines Rollenspiels zum Thema „Handy & Verantwortung“ aufgefordert hatte, mitgebrachte Smartphones in die Luft zu halten. Und es sollte nach engagiert geführter Debatte der Schüler über die Produktionsbedingungen von Smartphones auch beim Publikum ein bitterer Nachhall zu den Wirkungen persönlicher Konsumgewohnheiten in Zeiten der Digitalisierung bleiben. Ähnlich anschaulich führten Katharina Fritzler, Emily Haber, Antonia Lang und Justus Hennes dem Publikum mit einem Experiment zum Vergleich des Lebensraums Nord- und Ostsee ihre Erkenntnisse zum osmotischen Stress vor. Über den Abbau wertvoller Mineralien aus sogenannten „schwarzen Rauchen“ in der Tiefsee schlugen Ronja Biran und Marit Sauer, die im ersten Teil durch das Programm führten, den Boden zwischen den Themen.
Wie dieses Unterrichtskonzept ankommt, schilderten Birgit und Andreas Meyer bei der Abschlusspräsentation so: „Als Eltern freut es uns sehr, dass es am Christian von Mannlich-Gymnasium ein so tolles Angebot gibt. Hier erfahren die Kinder, dass Lernen auch anders geht als im normalen Unterricht. Auch das jahrgangsübergreifende Arbeiten bietet ganz neue Erfahrungen.“

Mit den Ergebnissen von nun schon drei Semestern im Rücken, wird das Programm im kommenden Schuljahr ausgebaut werden. Das Verfahren zum Vorschlag und zur Bewerbung für das neue Halbjahresthema „Ernährung“ ist schon im Gange. Neu dazu kommen wird ein Angebot für die Oberstufe, für die es Blockveranstaltungen geben wird.

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